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Neuffen

In einem offenen Talkessel liegt am Rande der Schwäbischen Alb die Stadt Neuffen. Hier wohnen über 6000 Einwohner, davon etwa 500 im Ortsteil Kappishäusern. Schon seit Ewigkeiten wird in dieser bevorzugten Lage Weinbau betrieben. Davon zeugen die rebenbestandenen Hänge, die sich an der Ostseite rund um die Schloßsteige ausdehnen. Neuffen verfügt über eine kleine mittelalterliche Stadtanlage, in der die Hauptstraßen aus der Umgebung zusammenlaufen. Noch heute bilden die Gassen der Altstadt mit ihren alten Häusern eine Einheit, die vom Unteren und Oberen Graben begrenzt wird.

Das Vogthaus ist eine Station auf dem historischen Stadtrundgang.

Im Zentrum steht die Martinskirche aus dem 13. Jahrhundert, die ursprünglich über Elemente aus romanischem und gotischem Stil verfügte. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg erfuhr die Kirche danach einen Wiederaufbau. Über einige Treppenstufen gelangt der Besucher zu einem Vorplatz. Sehenswert ist hier das Steinmetzkunstwerk „Der Ölberg“, das wie der Chor noch vom Vorgängerbau erhalten blieb. Die Darstellung mit bunt bemalten Figuren zeigt Jesus im Garten Gethsemane und den Verrat des Judas. Links neben dem Epos sind der Namen des Stifters Aberlin Schech und die Jahreszahl 1504 eingraviert. Darüber hinaus ist im Eingangsbereich ein Kriegerdenkmal zum Andenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges zu finden.

Die Martinskirche hat alle Zeiten überdauert.

Die Stadt hat für ihre Besucher einen historischen Rundgang durch die Altstadt angelegt. Er dauert nicht lange – aber wer die Gassen erkundet, wird eine gut erhaltene Bausubstanz mit viel Ausstrahlung vorfinden. An besonders wichtigen Gebäuden wurden Tafeln angebracht, die über die Geschichte der Orte informieren. Quer hindurch zieht sich die Hauptstraße, die mit kleinen Geschäften des täglichen Bedarfs und Gastronomie belebt ist. Das Rathaus wurde wie viele andere Häuser in Fachwerkbauweise errichtet. Die Stadtverwaltung befindet sich am Marktplatz, der von einem Marktbrunnen aus dem 18. Jahrhundert geschmückt ist. Am Unteren Graben 26 befindet sich das Deutsche Ordensmuseum mit Ausstellungen von Ehrenzeichen aus dem In- und Ausland. Geöffnet ist die Einrichtung nur nach Absprache.

Fachwerkrathaus am Marktplatz

Neuffen ist ein bedeutender Weinbauort in der Region und produziert den Täleswein. Daher verwundert es nicht, dass auch eine Kelter den Wandel der Zeiten überlebt hat. Stolz sichtbar besagt eine Aufschrift, dass sie im Besitz der Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck ist. Sie weist eine Fachwerkkonstruktion und die vorherrschende Bauart der regionalen Keltern auf. Der Kelterplatz ist heute ein öffentlicher Parkplatz und jährlicher Standort für den Maibaum.

Neuffener Kelter

Berühmt gemacht hat die Stadt ihre Burg Hohenneuffen, die sich auf 743 Metern ü. NN. Auf einem Bergkegel erhebt. Es handelt sich um die größte Burgruine Süddeutschlands. Die geschichtlichen Anfänge gehen bis in die Bronzezeit zurück. Eine erste Burg wurde im Mittelalter erbaut, sie stand unter wechselnder Herrschaft. Politische Bedeutung bekam die Burg durch das Treffen der Minister der drei südwestdeutschen Länder nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute führt von Neuffen die Straße hinauf auf die Alb und dann nach Erkenbrechtsweiler, wo die Fahrstraße zum Hohenneuffen abzweigt. Hier gibt es im Wald einen großen Wanderparkplatz, der auch für Omnibusse geeignet ist.

Eingang zur Burg Hohenneuffen

Man läuft etwa 15 Minuten zur Burg und kann schon vorab markante Befestigungen aus dem Mittelalter ausmachen. Mächtig erhebt sich die Burg auf dem Gipfel des Berges. Von zahlreichen Bastionen sind Panoramablicke auf die Stadt, in den Großraum Stuttgart und auf den Albrand möglich. Die ehemaligen Wohnräume können teilweise noch besichtigt werden. Im oberen Innenhof der Burg befindet sich ein gutes Restaurant mit Freiterrasse. Regelmäßig finden hier Spektakel und Feiern statt.

Blick von der Burg auf Beuren und das Albvorland

Kappishäusern ist ein Ortsteil von Neuffen, stand aber geografisch und kirchlich stets Dettingen näher. Von Neuffen gelangt man nur über das eigenständige Kohlberg hierher. Das früher aus zwei Teilen bestehende Dorf dehnt sich auf einer Anhöhe am Rande des Jusibergs aus. Neben dem alten Ort entlang der Metzinger und Dettinger Straße gibt es nur wenige neue Straßen. 1958 bekam das Dorf dann seine Michaelskirche. Die Besonderheit ist ihre Gesamtanlage mit Bürgerhaus und Evangelischem Gemeindehaus. Vom Standort hat der Besucher ein Panorama auf das Ermstal bis hin zur Achalm. Etwas Landwirtschaft befindet sich noch im Ort.

Dettinger Straße in Kappishäusern

Rund um Kappishäusern gibt es ausgedehnte Wanderwege durch Obstbaumwiesen und Wälder. Auch heute gehört der Weinbau noch zum Erscheinungsbild der näheren Umgebung dazu. Der Jusiberg, kurz „Jusi“ genannt, ist der Hausberg von Kappishäusern und Kohlberg. Mit einer Höhe von 673 Metern ü. NN. bietet er eine hervorragende Aussicht in den Großraum Stuttgart, zum Schönbuch, nach Reutlingen und Tübingen und zur Schwäbischen Alb. Seine Hänge sind unbewaldet, ein schmaler Pfad führt vom Wanderparkplatz hinauf auf halbe Höhe und dann auf den Gipfel. Oben befindet sich eine Grillstelle, wo auch der Wald beginnt. Über gut befestigte Wege kann von hier aus die Stadt Neuffen erreicht werden.

Am Jusiberg - Blick von halber Höhe auf Neuffen und die Burg

Vom Nürtinger Bahnhof, wo Anschluss an die Regionalbahn Stuttgart – Tübingen besteht, fährt die Tälesbahn in 12 Minuten nach Neuffen.

Radolfzell am Bodensee

Der Bahnhofsplatz in Radolfzell ist ein guter Ausgangspunkt für Erkundungen des Stadtzentrums und der näheren Umgebung. Gleich daneben befinden sich die Tourist-Information und der Zentrale Busbahnhof. Auf der gegenüber liegenden Seite wartet die Altstadt auf ihre Besucher.

Das Ritterschaftshaus

Schon am Beginn der Seetorstraße hält das Stadtmuseum seine Pforten geöffnet. Es ist in den Räumen einer ehemaligen Apotheke aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. Neben der alten Ladeneinrichtung gehört eine Reihe von Gemälden des Malers Carl Spitzweg zu den Besonderheiten des Museums. Darüber hinaus gewähren die Ausstellungen einen Einblick in die Stadtgeschichte bis ins Mittelalter. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Leben des Dichters Joseph Victor von Scheffel in Radolfzell. Benachbart findet man das sehenswerte Ritterschaftshaus, das heute dem Amts- und Arbeitsgericht als Sitz dient.

Blick auf das Münster Unserer lieben Frauen

Die beherrschende Position nimmt aber das Münster Unserer lieben Frauen ein. Ihre Geschichte hängt stark mit den Ursprüngen der Stadt zusammen. Im Jahre 826 gründete Bischof Radolf an diesem Ort ein Chorherrenstift und ließ eine Kirche erbauen. Als die Stadt aufblühte, wurde auch die Kirche vergrößert oder neu erbaut. So kam es, dass 1436 der Reichenauer Abt den ersten Stein des heutigen Münsters legte, das 1550 vollendet wurde. An der Außenmauer ist die Entstehungsgeschichte eingraviert. Einzigartig sind die figürlichen Darstellungen im Außenbereich und im Münster selbst. Dazu gehört auch eine Krippe in einem Pavillon mit gewölbeartigem Dach. Bis heute steht das Münster im Zentrum einer Wallfahrt, und alljährlich im Juli feiert die Stadt ein großes Fest zur Verehrung der sogenannten Hausherren.

Ölberg vor dem Münster

Neben dem Gotteshaus befindet sich das Rathaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das früher auch als Fruchthalle verwendet wurde. Den Bereich dahinter schmückt das Österreichische Schlösschen, das zu Beginn des 17. Jahrhunderts für den damaligen Herrscher von Vorderösterreich gebaut wurde. Denn Radolfzell gehörte wie viele andere Städte dieser Gegend über Jahrhunderte zum Habsburger Reich. Das Schlösschen wurde jedoch erst im 18. Jahrhundert fertig gestellt und diente danach als Rathaus und Schule.

Österreichisches Schlösschen

An die Bedeutung der Radolfzeller Fasnet erinnert der Kappedäschle-Brunnen an der Ecke der Schmidtengasse / Poststraße. Er wurde in jüngerer Zeit durch einen einheimischen Künstler geschaffen. Nur wenige Schritte entfernt steht ein prunkvolles Fachwerkhaus an der Ecke Schmidtengasse / Kaufhausstraße. Es ist nach den Bauherren als Egloffsches Haus bekannt, hat aber auch den Namen Münzschmiede, da es eine Zeitlang diesem Zweck diente.

Der Höllturm ist das markanteste Wahrzeichen der Radolfzeller Stadtbefestigung.

Im Bereich Teggingerstraße / Fürstenbergstraße befindet sich der Eingang zum Stadtgarten. Hier können auch Reste der alten Stadtbefestigung besichtigt werden. Zu ihnen gehört der mächtige Höllturm mit seiner runden Bauart, den vergitterten Fenstern und einem Bildnis zweier Bischöfe und dreier Wappen. Der Stadtgarten wird von mehreren Wegen durchzogen und ist ringsherum mit bunten Blumen geschmückt. Auf den Parkbänken kann der Besucher eine Pause machen und die wundervolle Atmosphäre auf sich wirken lassen. Ein Pavillon, mehrere Teiche, Spielgeräte, eine Gedenktafel für den Ehrenbürger Karl Wolf und eine formschöne Straßenbrücke lockern das Ambiente auf - es fehlt an nichts.

Partie im Stadtgarten

Am südlichen Ende des Stadtgartens gibt es das Weltkloster Radolfzell, ein Ort der Begegnung von verschiedenen Religionen und Kulturen. Die Räumlichkeiten befinden sich in der zur Wohnstätte umgebauten Kirche des ehemaligen Kapuzinerklosters. Unweit davon steht mit dem Pulverturm ein weiterer gut erhaltener Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlagen.

Der Pulverturm

In der gesamten Altstadt verdienen die zahlreichen malerischen Gassen mit ihren alten Häusern die höchste Beachtung. Während an einigen Stellen reger Publikumsbetrieb herrscht, gibt es an anderen stille Winkel, wo man sich wie in einem Dorf vorkommt. Gepflasterte und begrünte Straßen, Häuser mit kleinen Läden und gepflegter Gastronomie und immer wieder Orte zum Entspannen – es macht Spaß, durch diese Altstadt zu schlendern.

Malerische Altstadt von Radolfzell

Direkt gegenüber dem Bahnhof stößt man sogleich auf den Wäschbruck-Hafen mit einem großen Kontingent an Liegeplätzen. Hier können stets die buntesten und schönsten Yachten bestaunt werden. Die Uferpromenade verläuft von diesem Ort in beide Richtungen. In der einen geht es weiter bis zu einem Wanderheim, das während der Saison geöffnet ist und seinen Gästen auch Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Am Rande des Weges sorgen Baumreihen für eine Auflockerung, dazu gibt es kleinere Strandabschnitte und Anlegestellen vom Eisenbahner-Sportverein Radolfzell.

Wäschbruck-Hafen mit Münster

In der anderen Richtung grüßt das Konzertsegel, eine Veranstaltungsstätte mit herausragendem Design. Das ist die passende Umgebung für eine Rast und Zeit, sich ein Eis in der Sonne zu gönnen. Die Beflaggung mit Fahnen mehrerer europäischer Länder repräsentiert hier die Weltoffenheit der Bodenseeregion. Beispielhaft wurde der Uferbereich durchgängig mit Blumen sowie Skulpturen und Monumenten geschmückt, die sich auf Themen zu Umwelt, Mensch und Natur beziehen. Von der Innenstadt Radolfzells bis auf die Halbinsel Mettnau gibt es kaum einen Ort, an dem sich nicht ein Platz zum Verweilen bieten würde.

Das Konzertsegel am Bodenseeufer

Nonnenhorn

Vom württembergischen Bodensee aus betrachtet ist Nonnenhorn der erst gelegene Ort in Bayern. Ein malerisches Dorf mit altem Kern und ruhigen Wohngebieten. Die Umgebung bilden sonnige Plantagen, auf denen seit langer Zeit Wein, Obst und Gemüse angebaut wird. Besucher schätzen die gute Lage, die sich nicht zuletzt aus der annehmbaren Verkehrsanbindung ergibt. Hier hält die Bahn, in die Kreisstadt Lindau sind es 8 Kilometer, nicht weit davon grüßen schon Österreich und die Schweiz. Im Ort steht eine Vielzahl von Ferienunterkünften aller Klassen für den Gast bereit.

Beim Landesteg von Nonnenhorn

Als gläubige und katholische Gegend weist sich Nonnenhorn durch eine Anzahl von Bildstöcken aus, die man auch im Ort verteilt findet. Heute haben hier beide christlichen Kirchen Platz. Katholiken feiern den Gottesdienst in der Gemeinde Sankt Christophorus, die auch eine Familienferienstätte betreibt. Die evangelischen Gläubigen nutzen die gotische Sankt-Jakobus-Kapelle. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im Innenraum befinden sich eine Kreuzigungsgruppe, eine Patronsfigur und Holzplastiken verschiedenen Alters. Seit dem 19. Jahrhundert erfolgten mehrere Umbauten.

Sankt-Jakobus-Kapelle

Das Kirchengebäude wie auch der Kapellenplatz stehen unter Denkmalschutz. Auf diesem steht ein Gedenkstein „zum Zeugnis für die spätere Zeit“, so die Inschrift. Weiter heißt es: „Am 18. und 19. Februar 1880 wurde dieser Stein 1487 Meter weit von 67 Personen mit 5 Pferden und 5 Ochsen hieher geschafft“. Der Dorfbrunnen wurde 1863 errichtet. Außer der Jahreszahl ist auf ihm eine Abbildung zu sehen. Diese zeigt einen Bauern und kniende Frauen, einen Bullen, eine weidende Kuh und Kälber. Überragt wird der Platz von einem Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) aus Kalifornien, der um das Jahr 1880 gepflanzt wurde.

Kapellenplatz mit Mammutbaum

An der Seestraße befindet sich der Landesteg von Nonnenhorn. Hier kann man nicht nur mit dem Schiff fahren, sondern hat meist auch eine gute Sicht auf das Schweizer Ufer mit der Alpenkette. Parkbänke laden in gepflegter Atmosphäre zum Entspannen ein. Ein Gedenkstein mit Beschreibung erinnert an die "Seegfrörne" von 1963. Das sind die winterlichen Etappen, in denen der See zufriert. In besagtem Jahr konnten die Menschen deshalb zu Fuß oder in Kraftfahrzeugen trockenen Fußes bis in die Schweiz gelangen. Ein weiterer Stein mit einem Anker als Symbol erinnert an die Gefallenen des Krieges. Seit 2001 gibt es in dem Park den Narrenbrunnen mit dem Traubenhüter und der Reblaus, den zwei Symbolen der hiesigen Narrenzunft.

Park im Ortszentrum

Während der Saison hat nebenan das Strandbad Nonnenhorn geöffnet. Es bietet dem Besucher ein beheiztes Becken mit Liegewiese und Kinderplanschbecken. In der Seehalde kann sich der Besucher im Dorfmuseum über Nonnenhorns Geschichte informieren. Das Rathaus befindet sich in der Conrad-Forster-Straße 9 und steht in der Nachbarschaft der modernen Kirche Sankt Christophorus. Der Gasthof zur Kapelle besitzt nicht nur ein schönes Ambiente, sondern ermöglicht seinen Gästen auch das Sitzen auf der Sonnenterrasse vor dem Haus.

Das Rathaus

Entspannen bei einem kleinen Spaziergang ? Vom Ortskern verläuft der Geh- und Radweg parallel zur Eisenbahnlinie nach Kressbronn. Schöne Aussichten und Blick auf die Weinbaugebiete sind garantiert. Nach kurzer Zeit sorgt die Uferanlage am Nonnenstein für gute Stimmung. Hier gibt es eine kleine Grünanlage mit hohen Bäumen und Ruhemöglichkeiten. Es schließt sich ein Strand an, der aus Kieselsteinen besteht. Dieser ist nicht nur zum Liegen und Sitzen geeignet, sondern auch zu Spaziergängen Richtung Ortskern. Vom Nonnenstein bietet sich dem Besucher ein Panorama bis ans Schweizer Ufer, bei entsprechender Wetterlage mit guter Alpensicht.

Weinbaugebiet bei Nonnenhorn

Vom Friedhof am Richtweg kann der Besucher zu einer 3,3 Kilometer langen Entdeckungstour auf dem Naturwanderweg Nonnenhorn starten. Rund um diesen Weg hat die Gemeinde Tafeln mit Informationen über naturspezifische Themen angebracht. Der Weg führt bis zur Siedlung Hege bei Wasserburg und wieder zurück. Dabei berührt er ausgewählte Sehenswürdigkeiten wie Aussichtspunkte, die Staatliche Fischbrutanstalt, die Uferanlage Paradies und eine Kelter namens Weintorkel aus dem 16. Jahrhundert. Eine Routenkarte ist auf der Homepage von Nonnenhorn abrufbar.

Blick über den See auf die Alpen

Die Uferanlage Paradies befindet sich über dem Bodenseeufer unweit einer Straße, die auch „Am Paradies“ heißt. Es handelt sich um eine Grünanlage mit einer Wiese, Baumbestand und Parkbänken. Von hier aus hat der Besucher eine Aussicht auf die Wasserburger Halbinsel mit der Pfarrkirche Sankt Georg. Darüber hinaus ist gut der Bergrücken des Pfänders in Österreich zu erkennen. Bei entsprechender Wetterlage empfiehlt sich auch hier der Blick auf die Alpen.

Uferanlage Paradies

Bad Saulgau

Einen Rundgang durch Bad Saulgau startet man am besten vom Bahnhof aus. Durch die kurze Bahnhofstraße geht es sogleich hinein in die Hauptstraße. Hier biegt man links ab und hält sich immer geradeaus, um in die Altstadt zu gelangen. Vorbei am neu erbauten Hotel Kleber-Post überquert man die Poststraße und erkennt schon die ältesten Häuser. Somit steht man im romantischsten Teil der Stadt in Oberschwaben und kann diese bequem auf eigene Faust entdecken. Von der Hauptstraße zweigen noch eine Reihe kleinerer Gassen ab.

Haus am Markt mit Teil der Stadtkirche

In Sichtweite liegt auch schon der Marktplatz, welcher ein historisches Gesamtensemble bildet. Zugleich ist er das Zentrum und bietet einige Gaststätten und Cafés mit Sitzplätzen im Freien. Hier befinden sich die Stadtkirche St. Johannes Baptist, das „Haus am Markt“ aus dem 15. Jahrhundert und Ecklädele aus dem 16. Jahrhundert. Der Röhrbrunnen wird vom Saulgauer Wappen geschmückt. Gleich mehrere Straßenzüge treffen hier aufeinander. So schön die Häuser sind, sie werden immer noch gepflegt, bewohnt und von Geschäften genutzt. Bad Saulgau bietet eine gute Nahversorgung.

Statue der Kaiserin Maria Theresia

Entlang der Kirche folgt der Besucher der Schützenstraße und kann eine gute Anzahl von Fachwerkhäusern in Augenschein nehmen. Dem Gotteshaus gegenüber findet man gleich die Statue der Kaiserin Maria Theresia. Ihr Sockel trägt die Aufschrift: „Zur Erinnerung an die vorderösterreichische Zeit von Saulgau 1299 - 1806“. Zu den eindrucksvollen Gebäuden gehört auch die ehemalige „Taferne zum Raben“ an der Kreuzung Schützenstraße / Pfarrstraße. An der Außenwand ist eine Chronik mit allen Hausbesitzern vom 16. Jahrhundert bis 1986 zu lesen. Die Liste umfasst immerhin 19 Besitzerwechsel. Gegenüber wird der Besucher von der Pracht des Buchauer Amtshauses verzaubert. Der davor aufgestellte Narrenbrunnen wird alljährlich zur Fasnetszeit seiner wahren Bedeutung gerecht.

Buchauer Amtshaus

Am Ende der Oberamteistraße findet man den Gebäudekomplex, von dem sich ihr Name ableitet: Die Oberamtei. Sie gehörte lange Zeit zu einem Franziskanerinnenkloster, das vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Bestand hatte. Der habsburgische Kaiser Joseph II. löste diese Institution auf. Von dem Zeitpunkt an diente das Gebäude als Rathaus, nach der Zugehörigkeit zu Württemberg auch als Oberamtsverwaltung. Das hierzu gehörende Sießener Haus ist das älteste urkundlich belegte Bürgerhaus der Stadt. Im Innenhof findet man auf einem Podest die Büste des Königs Wilhelm II. von Württemberg, der das Land von 1891 bis 1918 regierte. Sie trägt die Aufschrift: „Saulgau gehörte von 1806 bis 1918 zum Königreich Württemberg“. Benachbart gibt es zwischen Fuchsgasse, Hauptstraße und Kaiserstraße noch Reste der Stadtbefestigung zu sehen.

Ein ehemaliges Kloster: Die Oberamtei

Eine Empfehlung wert ist der Gasthof Bürgerstüble in der Blauwstraße 12. Die Speisekarte ist nicht sonderlich vielfältig, aber hat alles, was die schwäbische Küche zu bieten hat. Dazu kommt eine gute Auswahl an Beilagen, Salaten, kalten und heißen Getränke. Darüber hinaus besteht die Wahl zwischen kleiner und großer Portion. Die kleine Portion ist völlig ausreichend, die große ist riesig. Das Publikum im Bürgerstüble ist gemischt und das Ambiente ist gemütlich. Sowohl Einheimische als auch Ausflügler gehen gerne dort hin, denn Qualität spricht sich herum.

Partie in der Bachstraße

Anbindung


Bad Saulgau ist eine Kleinstadt im Landkreis Sigmaringen, in der Nähe der Donau, zwischen Schwäbischer Alb und dem Bodensee. Die Stadt liegt an der B 32 und ist über weitere Bundesstraßen in Richtung Sigmaringen von Reutlingen / Ulm / Bodensee aus problemlos zu erreichen.
In Bad Saulgau gibt es einen Bahnhof. Bahnverbindungen nach Ulm, Tuttlingen, Neustadt / Schwarzwald, Aulendorf, Sigmaringen, Tübingen, Reutlingen, Esslingen, Stuttgart.

Lindau Bodensee

Ob mit Bahn oder Bus, Auto oder Motorrad - aus allen Richtungen kommen Menschen an den bayerischen Bodensee, um beliebte Ausflugsorte wie Nonnenhorn, Wasserburg oder Bad Schachen zu besuchen. Die wichtigste und größte Stadt dieses Abschnittes ist Lindau mit seinen rund 25.000 Einwohnern. Liegen seine Stadtteile auf dem Festland, befindet sich die Altstadt komplett auf einer Insel - in Deutschland eine Einmaligkeit. Nicht von ungefähr lässt sich Lindau mit Venedig vergleichen - auch hier gibt es schöne alte Häuser, malerische Gassen und prachtvolle Kirchen.

Blick auf das Münster Sankt Maria
und Kirche Sankt Stephan auf der Insel

Geschichte

Schon 1729 schrieb Johann Gottfried Gregorii, genannt „Melissantes“ (1685 - 1770), in seinem die Welt beschreibenden Werk „Geographie Specialis“ über Lindau: „Lateinisch Lindavia, eine kaiserliche freie Reichs- und Handelsstadt auf einer Insel am Bodensee, wird durch eine große steinerne Brücke ans feste Land gehängt, und öfters Klein-Venedig genannt. Im 30jährigen Krieg hat sie der schwedische Feldmarschall Wrangel vergeblich belagert. Sie hat mit der Äbtissin zu Lindau lange Jahre wegen der Rechtsprechung über das Territorium, deren sie sich anmaßen wollte, gestritten. Anno 1728 den 15. September sind durch eine Feuersbrunst hier 50 Wohnhäuser, mit der Katholischen Kirche und dem Fürstlichen Stift, eingeäschert worden.“

Lindaus geschäftige Fußgängerzone

Lindau zum Entdecken

Während der Sommersaison bietet die Stadt Führungen durch die Altstadt mit Startpunkt ab der Tourist-Information an. Dabei gelangt der Besucher zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten, erkundet Gässchen und erfährt Näheres zu den Häusern und ihrer Geschichte. Auf dem Programm steht unter anderem die Seepromenade, Hafeneinfahrt mit Löwe und Leuchtturm, Altes Rathaus, Haus zum Cavazzen mit Stadtmuseum, Peterskirche und der Diebsturm. Ein besonderes Highlight ist wohl eine Führung mit dem Nachtwächter. Wer die Stadt allein erkunden will, kann sich von Audio-Guides führen lassen.

Romantische Gasse in der Altstadt

Seit dem 13. Jahrhundert sind die Lindauer auf ihre Barfüßerkirche stolz. Einst gehörte sie zu einem Kloster, das durch die Reformation aufgelöst wurde. Sie weist gotische Elemente auf. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde hier eine Lateinschule untergebracht. Schon im 19. Jahrhundert wurde ein Theaterraum eingerichtet, und 1950 bezog das Lindauer Stadttheater die Kirche. Hier wirkten zahlreiche berühmte Persönlichkeiten. Neben den Schauspielaufführungen gibt es Konzerte, Kabarett und Kleinkunst.

Die Barfüßerkirche

Benachbart zum Lindauer Marktplatz steht das katholische Münster Sankt Maria. Weitere Namen für das Gotteshaus sind Stiftskirche, Marienkirche und Unserer lieben Frau. Die Ursprünge reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück. Baumeister der heutigen barocken Kirche, die um 1750 entstand, war Johann Caspar Bagnato. Aus seinen Händen stammen auch Schloss Mainau und das Meersburger Neue Schloss. Der Innenraum enthält eine reiche Ausstattung im Stil des Rokoko, goldene Verzierungen, Wandmalereien, Gemälde und eine Mariengrotte.

Innenraum vom Münster Sankt Maria

Nicht nur die Katholiken haben ihre eigene Kirche - Sankt Stephan auf der Insel ist das evangelische Pendant zum Münster. Um 1780 erfolgte eine Umgestaltung im Stil des Spätbarock, Elemente der Spätgotik blieben erhalten. Die Ausstattung des Innenraums entspricht dem Stil des Rokoko. Der Besucher blickt auf helle Seitenfenster und ein Chorgestühl mit farbig leuchtenden Fenstern. In der Kirche Sankt Stephan brennen ein Friedenslicht und eine Gebetskerze.

Sankt Stephan auf der Insel vom Markt aus gesehen

Am Lindauer Marktplatz steht gegenüber den beiden Kirchen das Haus zum Cavazzen. Es wurde nach einem Stadtbrand um 1730 im Stil des Barock neu erbaut und gilt als schönstes Bürgerhaus am Bodensee. Betörend ist es nicht zuletzt wegen seiner alpenländisch anmutenden, bunt bemalten Außenfassade. In dem Gebäude hat heute das Lindauer Stadtmuseum seinen Sitz. Zum Inventar gehören historische Möbel, Gemälde und Skulpturen, Kunsthandwerk. Einen Besuch wert ist das Museum auch wegen der Spielzeug- und Musikinstrumentensammlung.

Marktplatz mit Haus zum Cavazzen

Unweit vom Bahnhof gelangt der Besucher zum westlichen Teil der Lindauer Stadtbefestigung. Eine Sehenswürdigkeit ist hier der Diebsturm, der früher als Gefängnis diente. Das Bauwerk stammt aus dem 14. Jahrhundert und wird auch Malefizturm, Stadtknechtsturm oder Körbler genannt. Seine Besonderheiten sind die zierlichen Erker im Fachwerkstil. Auch die farbigen Dachziegel, ein Ausgucktürmchen und das ihn umrankende Efeu erfreuen das Herz jedes Romantikers. Baulich hängt er mit der Stadtmauer zusammen, die man von hier aus begehen kann.

Direkt neben dem Diebs- oder Malefizturm steht die über 1000 Jahre alte Peterskirche. Es handelt sich um die älteste Kirche der Stadt. Berühmt sind die Wandmalereien der Lindauer Passion von Hans Holbein dem Älteren, die Ende des 15. Jahrhunderts entstanden. Die Peterskirche wurde 1928 zur Kriegergedächtnisstätte geweiht.

Diebsturm mit Peterskirche

Schlendern, stöbern und entspannen - die Maximilianstraße ist die Bummelmeile in der Altstadt von Lindau. Sie wird gesäumt von Häusern der vornehmen Gesellschaft aus dem 16. Jahrhundert. Viele kleine Gassen zweigen von hier ab und geben einen Einblick in die Vergangenheit der Inselstadt. In der Maximilianstraße findet der Besucher Geschäfte für jeden Bedarf sowie Restaurants und Cafés.

Die Maximilianstraße

Im Verlauf von Lindaus Bummelmeile stößt der Besucher auf das Alte Rathaus. Ohne Zweifel ist es eines der bekanntesten Gebäude der Bodenseestadt. Es wurde von 1422 bis 1436 im gotischen Stil erbaut und im 16. Jahrhundert durch Umbauten im Stil der Renaissance ergänzt. Im Erdgeschoss befinden sich die Reichsstädtische Bibliothek mit wertvollen Büchern und dem Archiv. Die farbigen Malereien an der Außenwand sind ein beliebtes Motiv für Fotografen. Sie erinnern unter anderem an den 1496 hier stattgefundenen Reichstag. Die Darstellungen im Erker zeigen die Zehn Gebote.

Prächtig anzuschauen und gern fotografiert:
Das Alte Rathaus


Als Wahrzeichen der Stadt Lindau gilt die Hafeneinfahrt mit dem Lindauer Löwen und dem Leuchtturm. Dieser hat eine Höhe von 33 Metern und ist der südlichste Leuchtturm Deutschlands. Um 1850 wurde er erbaut und 1936 elektrifiziert. Seit den Neunzigerjahren läuft der Betrieb automatisch. Heute gehört der Leuchtturm der Abteilung Bodenseeschifffahrt der Deutschen Bahn. Er ist in der Sommersaison geöffnet und bietet dem Besucher eine Ausstellung zu regionaler Fauna und Flora, zum Wetter und der Schifffahrt auf dem See. Darüber hinaus kann die Aussichtsplattform mit See- und Alpenblick begangen werden.

Hafeneinfahrt mit Lindauer Löwe und Leuchtturm

Seit dem 13. Jahrhundert gibt es den 37 Meter hohen Mangturm. Früher diente er als Leuchtturm. An der Mauer des Turmes ist eingraviert: „Dieser Turm der Mangenturm genannt, ward im 17. Jahrhundert erbaut, zu Leuchte, Schutz und Trutz unseres Seehafens: ein kräftig Wahrzeichen der ehemaligen freien Reichsstadt Lindau“. Das Dach wurde 1979 mit alten Ziegeln neu gedeckt. Am Eingang befindet sich eine kleine Wetterstation.

Hafen mit Mangturm

Die Spielbank Lindau befindet sich in einem 2000 eröffneten vierstöckigen Rundbau am Beginn der Inselstadt in einer Grünanlage. Das Gebäude wurde von dem Wiener Architekt Hans Lechner erbaut. Durch die großen Glasflächen hat der Besucher vom Obergeschoss aus eine Rundumsicht auf den Bodensee und die Alpenkette. In diesem Gebäude gibt es neben der Spielbank noch ein Restaurant und Konzerte, Kabarett und Kleinkunst.

Spielbank Lindau

Schnell übersehen, aber dennoch reizvoll ist der Kleine See. Dabei handelt es sich um den Teil des Bodensees, durch den die Insel mit der Altstadt Lindau vom Festland getrennt ist, wo sich der Stadtteil Aeschach befindet. Er nimmt eine Fläche von etwa 18 Hektar ein und ist im Osten durch die 150 Meter lange Seebrücke und im Westen durch den über 400 Meter langen Eisenbahndamm begrenzt. Entlang des Ufers finden sich zu beiden Seiten Grünanlagen. Auf der Inselseite betreibt der Wassersportverein eine Anlegestelle. Darüber hinaus werden dort auch Tretboote vermietet, mit denen man den Kleinen See erkunden kann. Großparkplätze unweit des Ufers befinden sich auf der Insel entlang der Zwanzigerstraße und nahe der Seebrücke in Aeschach.

Am Kleinen See

Der Alte Lindauer Friedhof befindet sich an einer Straßengabel im Stadtteil Aeschach. Seit 1510 in Benutzung, erfüllte er seinen Zweck für gute 400 Jahre. 1940 wurde er in einen Park umgewandelt und steht heute unter Denkmalschutz. Zu den Besonderheiten zählen etwa 100 Grabhäuschen aus Renaissance, Barock, Neoklassizismus und Jugendstil. Darüber hinaus gibt es hier die gotische Kröllkapelle und die katholische Ulrichskapelle, wo im Sommer Konzerte stattfinden. Ein Förderverein kümmert sich um die Erhaltung der Anlage.

Grabplatten auf dem Alten Lindauer Friedhof

Uhldingen-Mühlhofen

Der Bodensee ist besonders im Sommer ein Anziehungspunkt für Touristen aus nah und fern. Ohne Einwand zu empfehlen ist der Abschnitt am Überlinger See, weil er der reizvollste und mediterranste ist. Die Blumeninsel Mainau ist weithin bekannt.

Seepartie mit Pfahlbauten

Unteruhldingen ist das touristische Zentrum der Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen. An der Meersburger Straße gibt es neben der B 31 einen gebührenpflichtigen Großparkplatz. Gleich gegenüber befindet sich das Reptilienhaus. Als Auffangstation kümmert es sich um ausgesetzte Tiere und pflegt in naturidentisch eingerichteten Terrarien eine Vielzahl an geschützten Arten aus aller Welt, wie Schlangen, Warane, Leguane, Chamäleons, Schildkröten und Vogelspinnen. Besucher und Schulklassen können sich einen Eindruck machen und bei Führungen und Fütterungen dabei sein.

Blick von der Uferpromenade auf den See

Über die Poststraße oder die Schulstraße, in der sich die Tourist-Information der Gemeinde befindet, geht es zum Bodenseeufer. Der alte Ortskern von Unteruhldingen wurde liebevoll in eine moderne, besuchergerechte Infrastruktur integriert. So kann der Besucher heute auf einer blumengeschmückten Promenade am Yachthafen entlang schlendern, oder neben der Dorfkirche vor einem Fachwerkhaus seinen Kaffee genießen. Das maritime Flair wird nicht nur wegen der ansehnlichen Boote und auflockernder Details überall spürbar. Vielleicht liegt das an der Nähe zur Schweiz, den benachbarten Alpen oder schlichtweg an der Schönheit dieser Landschaft.

Ortskern von Unteruhldingen

Nur ein paar Schritte weiter wird der Besucher in eine ganz andere Welt entführt: Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen. Es handelt sich um ein archäologisches Freilichtmuseum, das deutschlandweit Berühmtheit erlangt hat. Hier erfährt der Besucher, wie die Menschen in der Steinzeit gelebt haben. Doch nicht nur das, die gesamte Menschheitsgeschichte der letzten 10.000 Jahre wird anschaulich dokumentiert. Anhand verschiedener Forschungen und Ausgrabungen in der ganzen Region wurden hier Häuser originalgetreu rekonstruiert. So wird längst vergangene Geschichte begreifbar gemacht.

Pfahlbauten Unteruhldingen

Wie lebten die Menschen vor 3000 Jahren oder mehr ? In den Häusern befinden sich auch Einrichtungsgegenstände und Ausstellungen, wo der Besucher Antwort auf seine Fragen erhält. In einem Museumsgebäude sind Fundstücke zu sehen. Über den zwei Kilometer langen Zeitweg kann man kostenlos in die Steinzeit eintauchen und im Umfeld von Unteruhldingen geschichtliche Erfahrungen sammeln. Für Schulklassen und Gruppen gibt es besondere Angebote, Führungen sind in kurzer und ausführlicher Darstellung erhältlich.

Im Steinzeitdorf

Rund 2,5 Kilometer außerhalb befinden sich an der Straße nach Überlingen weitere Attraktionen. Vorbei an Oberuhldingen geht es zur Basilika Birnau. Die Wallfahrtskirche aus dem Jahre 1747 stammt von dem Vorarlberger Baumeister Peter Thumb. Schon von außen hat sie dank ihrer erhöhten Lage und der barocken Ausstrahlung eine unglaubliche Anziehungskraft. Wer den Innenraum betritt, wird von dem prunkvollen Rokokostil buchstäblich vereinnahmt. Man kommt nicht drum herum, sich von den künstlerischen Elementen mitreißen zu lassen. Hier befinden sich sieben Altäre, die den Heiligen geweiht sind. Bilder sind ein zentraler Baustein für die Ausschmückung. Die Jungfrau Maria spielt dabei eine besondere Rolle. Zahlreiche figürliche Abbildungen schmücken auch den Hauptaltar. Der Innenraum ist ganzflächig mit Deckenfresken verziert. Von der Terrasse vor der Basilika ergibt sich ein guter Ausblick. Dieser reicht über die Weinberge und den Überlinger See zum Bodanrück, und wenn man Glück hat, sieht man auch mal einen Zeppelin.

Wallfahrtskirche Birnau

Unterhalb der Birnau befindet sich das Schloss Maurach. Die älteste Erwähnung stammt von 1155. Das heutige barocke Erscheinungsbild kam nach 1722 durch das Kloster Salem zu Stande, das auch die Wallfahrtskirche errichten ließ. Unter anderem lebte hier das Personal, das die umgebenden Weinberge pflegte. Unten am Ufer konnten die Schiffe mit Waren anlegen, und so wurde hier auch Handel getrieben. Neben den Wirtschafts- und Wohnkomplexen besitzt die Anlage eine Kapelle und einen großen Garten. Beliebt ist der Ort für Tagungen und Kongresse. Besucher können das Schloss von außen besichtigen, oder nach Voranmeldung auch innen.

Schloss Maurach

Nicht weit von den Sehenswürdigkeiten entfernt gibt es unter der Adresse Maurach 2 das Hotel-Restaurant Pilgerhof und Rebmannshof. Rund um dieses beliebte Ausflugslokal herrscht im Sommer Hochbetrieb. In angenehmer Atmosphäre werden einheimische Speisen, Bodenseeweine und Erfrischungen serviert. An schönen Tagen lässt sich auf der Freiterrasse ein wunderbarer Blick auf den Überlinger See genießen. Die Gästezimmer befinden sich in einem restaurierten Fachwerkgebäude, überdies gibt es einen hauseigenen Badestrand mit Bootssteg.

Hotel-Restaurant Pilgerhof und Rebmannshof

Von der Birnau sind es noch 2,5 Kilometer bis zur Künstlerkolonie Nussdorf und 5,5 Kilometer nach Überlingen. Wer es bequem haben möchte, nimmt das Mainauschiff der Bodenseeschifffahrt. Ausflugsfahrten starten während der Saison mehrmals täglich ab Überlingen und fahren mit Stopp in Nußdorf zur Insel Mainau und wieder zurück. Mehrmals pro Woche werden Rundfahrten angeboten, so auch über den Untersee von Überlingen über Nußdorf nach Unteruhldingen und wieder zurück. Dabei kommt der Fahrgast auch an Sehenswürdigkeiten wie der Wallfahrtskirche Birnau, den Pfahlbauten, Konstanz und der Insel Reichenau vorbei.
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