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Pfullingen

Stadt und Umland mit viel Qualität

Pfullingen, 18.000 Einwohner, Landkreis Reutlingen, grenzt direkt an die Großstadt Reutlingen. Der Hausberg ist der Georgenberg, gegenüber am Ende des Echaztales liegt die Achalm (707 m). Seit geraumer Zeit fährt man einfach an Pfullingen vorbei, weil es ja die Umgehungsstraße B 312 mit dem 2,5 km langen Ursulabergtunnel gibt. Er verläuft östlich der Kernstadt unter einer ehemaligen Bahntrasse, wo sich heute ein Radweg befindet. Die B 312 führt aus dem Großraum Stuttgart über die Schwäbische Alb nach Oberschwaben. Warum sollte man Pfullingen besuchen ?

Pfullingen vom Georgenberg aus gesehen

Geschichte

Es gibt jede Menge Sehenswürdigkeiten in Pfullingen. Das begründet sich dadurch, dass es auch ein sehr alter Ort ist. Funde weisen darauf hin, dass das Gebiet bereits um 3.000 v.Chr. besiedelt wurde. Um das Jahr 260 wurde es von den Alemannen erschlossen, die wohl vornehmlich aus elbgermanischen Sueben bestanden. Es wurde zum Hauptort eines Stammesgebietes, dessen Anführer Phulo = Pfullingen war. Das Gebiet beschreibt man als das sog. "Pfullichgau". An der Stelle der heutigen Martinskirche soll 620 n.Chr. eine Holzkirche errichtet worden sein. Pfullingen wird offiziell zum ersten Mal 937 n.Chr. in einer Urkunde genannt. Bis zum Beginn der frühen Neuzeit - ca. 1500 - wird eine eigene Pfullinger Währung erwähnt.

Das Klarissenkloster wurde 1278 erbaut,
nur die Kirche blieb bis heute erhalten


Ab 1250 existierte ein Kloster, dessen Konventsgebäude und Kreuzgänge erst im Zeitraum von 1780 bis 1826 abgerissen wurden. Bis heute erhalten sind die Klosterkirche und Reste der Mauer. Im 16. Jahrhundert kam Pfullingen in den Besitz von Württemberg und war bis 1806 Sitz eines Oberamts.

In der Stadt gibt es an jeder Ecke Beschilderungen, die im Rahmen eines historischen Rundganges auf alle geschichtlich bedeutenden Orte hinweisen. Ein großer Vorteil für den Besucher, der so die sorgsam sanierte Innenstadt optimal erkunden kann.

Am Laiblinsplatz

Sehenswertes

Pfullingen liegt an der Echaz, und der Fluss prägt diese Stadt. Sind zwar in den vergangenen Jahren mehrfach moderne Wohnanlagen entstanden, hat man darauf geachtet, das Gesicht der Stadt zu wahren. Einige Sehenswürdigkeiten heben sich besonders aus dem Gesamtbild heraus. Am Marktplatz sind es die Rathäuser, von denen das älteste bereits 1450 erbaut wurde und nachweislich seit 1522 als Rathaus dient. Von den vier heutigen Rathäusern sind drei Fachwerkhäuser. Eines davon war Vorratsraum, Markthalle und Schulhaus vor seiner heutigen Funktion. Der achteckige Marktbrunnen wurde 1885 von Kommerzienrat Ludwig Laiblin gestiftet. Auf ihm thront eine stolze Statue der Justitia. Fachwerkrathäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert umrahmen die Szene am Marktplatz.

Pfullinger Marktplatz mit Rathäusern

Gegenüber steht die Martinskirche, erstmaliger Bau von ca. 620 n.Chr. als Holzkirche, dann karolingische, frühromanische und staufische Bauten, 1580 Umbau des Schiffs, in der Barockzeit erfolgte der Turmaufbau. In der restlichen Fußgängerzone, von Linden- bis Laiblinsplatz, findet sich vielfach noch weiterer alter Baubestand. Das sogenannte "Schlößle" im Stadtgarten, ein um 1450 erbautes Fachwerkgebäude, beherbergt heute das Stadtgeschichtliche Museum. Die Baumannsche Mühle im Stadtgarten dient als Württembergisches Trachtenmuseum und Mühlenmuseum. Gleich daneben befindet sich das interessante Wasserrad der Mühle.

Schlößle im Stadtgarten

Der Klostersee liegt in einer modernen Wohnanlage, ist aber eine grüne Oase, wo man spazieren und dabei den Wasservögeln zuschauen kann. Die Klosterkirche des Klarissenklosters stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie steht neben der alten Bundesstraße und etwas oberhalb des Schiller-Gymasiums. Die Villa Laiblin am Rande der Innenstadt ist eine fotogene Jugendstilvilla. Die Pfullinger Hallen, gestiftet vom Fabrikanten Laiblin, sind ein architektonisches Merkmal aus der Zeit der Jahrhundertwende.

Die Martinskirche ist das geistliche Zentrum der Stadt

Sehenswürdigkeiten im Umland

An der Straße Richtung Lichtenstein-Unterhausen biegt der Weg rechts ab. Hier gelangt man zu einem der Wahrzeichen Pfullingens, dem Schönbergturm. Er steht auf einem Vorsprung der Schwäbischen Alb, genannt auch die "Pfullinger Unterhose", da der Turm die Form einer überdimensionalen Unterhose hat. Unter dem Turm befindet sich ein weites Plateau, das mit Wiese bedeckt ist. Hier hat man einen schönen Panoramablick auf das Tal. Dort fand im Jahre 2006 die Freiluftausstellung "Kunstraum Wanne" mit Skulpturen und Objekten namhafter Künstler statt. Die Wanderwege führen von hier aus durch den Wald auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb.

Blick von der "Unterhose" auf die Hochfläche Schönberg, unten im Tal Pfullingen, umrahmt von Georgenberg und Achalm

Der Übersberg mit dem Mädchenfelsen bietet einen fantastischem Panoramablick auf das Albvorland und die Achalm mit Eningen und Reutlingen. Auf dem Übersberg starten und landen bei schönem Wetter die Segelflieger. Im Café kann man sich eine Ruhepause gönnen. Die Auffahrt über den Elisenweg beträgt etwa 10 Kilometer und führt leicht ansteigend über dem Echaztal hinauf. Letztlich gibt es natürlich noch den Georgenberg, Hausberg von Pfullingen mit Blick auf die Stadt, Achalm und Reutlingen. Hier gibt es keine Gastwirtschaft, aber der Aufstieg lohnt sich. Es ist ein kleiner Pfad, der von unten durch einen Wald hinaufführt, oben steht eine Säule, die die Entfernungen zu bedeutenden Orten anzeigt.

Albtrauf vom Mädlesfelsen aus gesehen

Wohnen in Pfullingen

In Pfullingen gibt es viele schöne, ruhige Wohngebiete unterschiedlichen Ausmaßes. Zwar durchqueren auch 3 Hauptstraßen inklusive der Umgehungsstraße die Stadt von Nord nach Süd, dazwischen und daneben befinden sich aber gepflegte Straßenzüge. Am Schönsten finde ich es östlich der Umgehungsstraße, Richtung Übersberg. Die Villen ziehen sich dort noch etwas den Hang hinauf, ansonsten gibt es mehrheitlich Eigenheime die nach dem Krieg gebaut wurden. Unter dem Georgenberg, westlich der Römerstraße, befinden sich auch viele moderne Eigenheime mit tollem Ausblick. Richtung Reutlingen gibt es dann auch ein Gebiet mit vielen Wohnblocks, Reihenhäusern und mehrgeschossiger Bauweise. Derzeit in Bau ist das Wohngebiet "Mauer-Weil" an der Straße nach Sonnenbühl.

Eines der älteren Wohnviertel an der Echaz

Infrastruktur

Pfullingen hat ein Einzugsgebiet von 20 km Umkreis. Neben Grund- und Hauptschulen gibt es ein Gymnasium und Realschule mit gutem Ruf. Es gibt auch Förderunterricht. Neben einem gut besuchten Hallenbad inmitten einer Parkanlage an der Echaz hat Pfullingen auch ein Freibad mit Panorama auf die Schwäbische Alb. Öffentliche Einrichtungen wie Stadtmuseum, Trachten- und Mühlenmuseum oder die Bibliothek erfreuen sich auch im Umland großer Beliebtheit. Dank aufwändiger Stadtsanierung und dem Bau der Umgehungsstraße ist Pfullingen heute eine ruhige, grüne Stadt mit vielen Möglichkeiten zum Erholen und Genießen.

Trachten- und Mühlenmuseum

Einkaufen / Industrie

Nördlich der Stadt befindet sich das Industrieangebiet, angrenzend an Reutlingen. Hier ist alles vertreten, was man sich vorstellen kann: Von Fachmärkten für das Hand- und Heimwerken über Discounter, Großmärkte, Autohäusern bis zum Mc Donalds. Hierher kommen auch viele Einkäufer von Reutlingen, Eningen und von der Alb, gerade wegen der Vielfalt. Nun soll auch noch ein Shoppingzentrum am Südbahnhof entstehen. In der Innenstadt gibt es auch eine große Auswahl an Geschäften, Cafés, 2 Supermärkte (einer am Rande), Antiquariat, Buchladen, Reformhaus und Läden für Heimaccesoires. Man geht gerne in Pfullingen einkaufen.

Einkaufen in der Kirchstraße

Parkplätze

Das Parkplatzangebot überzeugt. Nicht nur wegen dem Parkhaus am Anfang der Fußgängerzone, beim Lindenplatz gelangt man auch zu einem kostenlosen und ziemlich zentralen Parkplatz. Eigentlich kann man überall parken, man hat in Pfullingen nie lange Wege und die Parkplätze sind überwiegend kostenlos.

Übernachtungen

In Pfullingen gibt es das Hotel Engelhardt Garni. Es verfügt über ruhige Zimmer, Internetzugang, Restaurant, Hotelbar, Hotelsafe, Konferenzräume, Wäschereiservice, Sauna, Autovermietung im Hotel, und Haustiere sind erlaubt.

Weitere Möglichkeiten zum Übernachten bestehen in der nahe gelegenen Stadt Reutlingen. Das City Fortuna Hotel in Reutlingen ist gut geeignet für Geschäftsleute. Es liegt an der Schnellstraße zwischen der Reutlinger Innenstadt und Pfullingen ist somit ein guter Ausgangspunkt für Beschäftigungen im Zentrum beider Städte. Das Konferenzzentrum des Hotels ist mit allen modernen Techniken ausgestattet und lässt keine Wünsche offen. Zur Entspannung finden Gäste eine Sauna und ein Solarium.

Pfullinger Orchideenwiese mit Blick zum Georgenberg

Für Reisende, die sowohl in Pfullingen als auch in Reutlingen und Tübingen zu tun haben, empfiehlt sich das Hotel Fortuna an der Schnellstraße B 28. Es ist komfortabel ausgestattet und bietet Frühstücksangebote für Langschläfer. Wer es etwas ruhiger haben möchte, und trotzdem die Ansprüche der Innenstadt in Anspruch nehmen will, sollte das Hotel Fürstenhof in der Kaiserpassage wählen. Es liegt in einer reinen Fußgängerzone in der Oststadt, die Altstadt befindet sich trotzdem unmittelbar vor der Haustüre. Die Passage besteht aus neueren, architektonisch anspruchsvollen Gebäuden, in deren Erdgeschoss sich meist Geschäfte und Lokale befinden. Desweiteren gibt es einen Springbrunnen, der für Atmosphäre sorgt.

Einen sehr schönen Urlaub in einmaliger Naturlandschaft kann man auch im nächst gelegenen Sonnenbühl verbringen. Das Feriendorf Sonnenmatte bietet Angebote auch für sozial schwache Familien mit Unterstützung der Organisation "Schwaben International". Sonnenbühl ist der Nachbarort von Pfullingen und mit dem ÖPNV direkt zu erreichen. An Freizeitmöglichkeiten ist hier eine Menge geboten.

Der Pfullinger Bahnhof

Anbindung

Einen Bahnanschluss gibt es seit den 70er Jahren nicht mehr, obwohl immer eine Wiederbelebung in Gespräch war. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude befindet sich heute eine Gaststätte. Durch die Anbindung an den Stadtbusverkehr (Linie 2 Richtung Innenstadt / Ahlsberg, Linie 11 Richtung Weststadt, Römerstraße) und die Überlandlinien auf die / von der Alb gibt es aber recht gute Taktzeiten innerstädtisch, nach Reutlingen und anderswo.

Pfullingen - eine Stadt mit Wohnwert, Qualität und lohnenden Sehenswürdigkeiten.
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