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Offingen am Bussen

Das Dorf Offingen ist ein Teil der 3600 Einwohner zählenden Gemeinde Uttenweiler im Landkreis Biberach. Die nächste Stadt und Bahnhof ist Riedlingen. Offingen ist ein ländlicher und sehr gläubiger Ort. Die gesamte Gegend ist vom Grund her katholisch. Zudem ist Oberschwaben das Land der barocken Kirchen und Kapellen, und so begegnet man den prächtig ausgeschmückten Gotteshäusern auf Schritt und Tritt. Rund um Offingen sind auch mehrere Kruzifixe zu finden, wo der Besucher die Möglichkeit der stillen Einkehr hat.

Die Dorfkirche mit Bussenkirche im Hintergrund

Ein kleines uriges Dorf auf dem Lande

Das bekannteste Wahrzeichen ist der 767 m hohe Bussen, der auch als heiliger Berg Oberschwabens bezeichnet wird. Auf ihm stehen die Wallfahrtskirche und die Bussenruine. Das Pfarramt befindet sich in der Ortsstraße 25. Gegenüber ist die schön restaurierte Dorfkirche gelegen. Direkt nebenan plätschert ein Brunnen vor sich hin. Die Häuser und Vorgärten wirken gepflegt und geben so manches schönes Fotomotiv ab. Im Ort gibt es eine gute Anzahl Gasthäuser, die sich überwiegend am Bedarf auswärtiger Gäste orientieren. Hier können auch Kaffee und Kuchen sowie Vesper eingenommen werden.

Der Bussen - der heilige Berg

Auf seiner Spitze steht eine Wallfahrtskirche, die bereits um 805 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt wird. Die Verehrung der schmerzhaften Muttergottes ist seit 1521 bezeugt. Für die Besucherscharen und die hier stattfindende Marienwallfahrt wurde die Kirche von 1960 - 1963 erweitert. Über das Jahr verteilt finden verschiedene Wallfahrtstage statt, die auch auf Nachfrage für Gruppen angeboten werden. Über das Bussenpfarramt können Führungen und Gottesdienste angemeldet werden. Das Geistliche Zentrum auf dem Bussen vermittelt Interessierten spirituelle Inhalte und motiviert zu einer christlichen Lebensgestaltung. An der Pflege der Kirche sind zudem die Franziskanerinnen des Klosters Sießen beteiligt. Weitere Veranstaltungen sind Rosenkranzgebete, Eucharistiefeiern, Dämmerschoppen und Abendgesänge.

Die Wallfahrtskirche auf dem Bussen

Von der Aussichtsterrasse schweift der Blick auf die oberschwäbische Landschaft. Man sieht den Federsee mit Bad Buchau und an klaren Tagen das Ulmer Münster wie auch die gesamte Alpenkette vom Allgäu bis zur Schweiz. Auf der anderen Seite des Berges befindet sich die Bussenruine mit Aussichtsturm.

Alte Gemäuer - die Bussenruine

Die Burganlage auf dem Bussen stammt aus dem 13. Jahrhundert, könnte aber schon früher erbaut worden sein. Sie kam um 1281 in den Besitz der Habsburger und gelangte im 14. Jahrhundert an die Truchsesse von Waldburg. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie von den Schweden zerstört und anschließend teilweise abgetragen, um die Steine woanders zu verwenden. Das Haus Thurn und Taxis kaufte die Burg im Jahre 1785 und sicherte sie vor dem Zerfall. Bis 1997 blieb der Besitz beim Fürstenhaus, seitdem ist der Landkreis Biberach für den Erhalt zuständig.

Blick über Oberschwaben mit Federsee und Alpen

Gleich vor der Ruine läuft der Besucher über eine grüne Wiese mit Bäumen, einem Kruzifix und Gefallenendenkmal. Den Eingang passiert man durch ein großes steinernes Tor. Bezahlen muss man hier nichts, denn die Besichtigung ist kostenlos. Im Umfeld wurde eine Informationstafel aufgestellt, um den Interessierten geschichtliches Wissen zu vermitteln. Gut erhalten sind noch einige Mauern, der Burggraben sowie der begehbare Aussichtsturm, zu dem eine Treppe hinaufführt. Auf der Plattform findet sich eine Navigationstafel mit Ortsnamen und ihren Entfernungen von hier. Die visuelle Entdeckungsreise lässt den Besucher ein einzigartiges Panorama über Oberschwaben und die umliegenden Dörfer erleben. An schönen Tagen erkennt man am Horizont die Alpenkette.

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